Wertvolles


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-HAUNT THAT LITTLE HOPE-
-FANTASY-

Ich stand über den Dächern von Paris, über den Glocken Notre-Dame’s und blickte hinaus in die von Lichtern bestückte Weite. Die Ferne und die Unendlichkeit, die der Blick vom höchsten Punkt des Eifelturms gab, war für mich nicht zu beschreiben. Ich genoss diese Momente, in denen mir etwas vom Leben zurückgegeben wurde. Dies war ein solcher Moment, einer, der mir den zarten Nachtwind um die Ohren blies und meine Locken mit Leben erfüllte, mir zeigte, dass diese mir fremde Welt, etwas Schönes zu bieten hatte.
Als Dämon war es ein Leichtes, den Eifelturm fernab aller Touristenführungen und den Blicken neugieriger Menschen zu beschreiten. Mein Körper war wendig und schnell, viel schneller, als das bloße Auge wahrnehmen konnte und so war mir die Freiheit gegeben, das Pariser Nachtleben von oben zu betrachten, ganz einsam und allein, so wie es immer war. Aber in diesem Augenblick war es in Ordnung. 
Ich hätte mich unter die Menschen wagen, zwischen ihnen hindurch gehen und mit ihnen tanzen und lachen können, weil in dieser Stadt alles so anders war. Es schien der perfekte Ort für mich zu sein, ein Ort, an dem es keine Rolle spielte, welche Hautfarbe man hatte oder welchem Glauben man angehörte. In dieser Stadt zählte nur das Miteinander. Doch auch hier gab es Ausnahmen, und ich war eine davon.


-THE BOY WHO KNOCKED ON MY DOOR-
-JUGENDBUCH, DRAMA-

»Das geht irgendwann vorbei, Alara«, sagte sie. Und das war das Falscheste, was sie in diesem Augenblick hätte sagen können.

»Und genau darin liegt das Problem«, zischte ich. »Die Erinnerungen an ihn werden immer weiter verblassen, bis ich irgendwann alles vergesse, was ich an ihm geliebt habe. Seine Stimme, seinen Geruch, seine Berührungen, sein Atmen, einfach alles. Er lebt in meiner Erinnerung und wenn ich zulasse, dass sich meine Welt weiter dreht, dann lasse ich auch zu, dass er Stück für Stück aus meinem Leben verschwindet.«


-MELANCHOLIE-
-JUGENDDRAMA-

Irgendwann, in einer dunklen Nacht, wenn die Schatten fließen und die Welt in der Stille ruht, wird es wieder für jemanden das Ende sein. Da bin ich mir ganz sicher.


Romantik verschleiert die Sinne. Die rosarote Welt verschlingt dich, nimmt dir die Sicht auf das Unüberwindbare, das Unvermeidbare, das Ende.


Und wieder stehe ich vor diesem Riesenrad mit seinen glühenden Lichtern, die wie Sterne auf die Erde herab funkeln und mein Gesicht immer wieder für den Bruchteil einer Sekunde zum Leuchten bringen. Doch auf jedes kleine Licht folgt das Dunkel. Bis sie irgendwann alle erlöschen und der Platz sich leert. Und dann bin ich wieder die einzige, die in den Himmel schaut und nach dem Stern sucht, der mir sagt, dass es einen Sinn hat, sein Leben nicht vorzeitig zu beenden. Doch es bleibt dunkel.


-SOMMERREGEN-
-EINE ART BIOGRAFIE-

Im Leben kann man nicht nur gewinnen. An jedem Funken Glück gibt es einen Haken. Gerade wenn man denkt, es könnte nicht besser sein, sticht dir jemand ein Messer ins Herz. Menschen treten in dein Leben und andere verlassen dich dafür. Das Leben ist ein Tauschgeschäft.


-NOCH NICHT ZUGEORDNET-

Manchmal stelle ich mir die Frage, wie oft ich noch kämpfen soll. Wie oft ich mich für Dinge rechtfertigen soll die ich nicht getan habe, für Worte geradestehen soll, die nie gesagt wurden und wie oft ich für Momente leben soll, die mit der Zeit bedeutungslos werden. Manchmal frage ich mich, wie Lügen so lange überleben können, wenn alles andere sterblich ist. Wieso man nie jemandem so viel bedeutet, wie man es sich wünscht, und wieso etwas nicht für immer da ist, wenn es schön war. Ich denke, dass ist irgendwie das Leben. Ob ich es mag oder nicht, kann ich gar nicht sagen. Ich habe einfach keine Wahl.

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